Musik im Gottesdienst am 6. Februar

Als Vorspiel spielt Daniel Plöhn ein Arrangement aus der Filmmusik von Philip Glass zu dem preisgekrönten Film The Hours (zu den sieben Oscar-Nominierungen zählte u.a. auch die für die Musik von Glass, der in dieser Woche seinen 85. Geburtstag feierte). Als Nachspiel erklingt das Choralpräludium Schmücke dich, o liebe Seele von Johannes Brahms (zum 125. Todesjahr).

„Tabus – also Dinge, die eigentlich verboten sein sollten – sind oft am interessantesten. In meinem Fall sind das musikalische Materialien, die im Alltäglichen zu finden sind.“[8] Dieser Ansatz war zu Beginn von Glass’ Karriere neu, da damals im Bereich der Neuen Musik noch weitgehend die serielle Komponierweise vorherrschte. Es war vor allem die Begegnung mit Ravi Shankar und der indischen Musik, die Glass zu einem hypnotisch-repetitiven Stil führte, der von Kritikern der Minimal Music zugeordnet wurde, einer Musik, die meist auf einfachen Akkorden und Arpeggien beruht, die manchmal von Soloinstrumenten, aber auch von großen Orchestern in kreisenden Mustern gespielt werden. Atonalität vermeidet Glass dabei meist. Peter Sellars beschrieb die Wirkung dieser Musik so: „Bei Phil ist es ein bisschen wie bei einer Zugfahrt einmal quer durch Amerika: Wenn Sie aus dem Fenster sehen, scheint sich stundenlang nichts zu verändern, doch wenn Sie genau hinsehen, bemerken Sie, dass sich die Landschaft sehr wohl verändert – langsam, fast unmerklich.“[9] (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Philip_Glass )

Foto: Pasquale Salerno, CC BY-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wikimedia Commons