Liederabend in der Kreuzkirche

Am Freitag, den 19. November 2021 um 20 Uhr laden wir im Rahmen der Kunstausstellung „Hier stehe ich, ich kann auch anders!“ von Martin Lersch herzlich zu einem hochkarätig besetzen Liederabend in die Kreuzkirche (Hauptstraße 120) ein. Ausführende sind die belgische Sopranistin Julie Vercauteren sowie Franziska Staubach am Flügel. Auf dem Programm stehen deutsche und französische Lieder von Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms, Gabriel Fauré, Francis Poulenc u.a. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Kollekte gebeten. Der Einlass erfolgt nach der 3G-Regel (Nachweis erforderlich). Nach dem Konzert besteht die Gelegenheit sich die in der Kirche zur Zeit ausgestellten Zeichnungen von Martin Lersch anzusehen.


Die belgische Sopranistin Julie Vercauteren ist Absolventin der Konservatorien von Lüttich, Amsterdam und der Musikhochschule in Köln. Sie hat an Meisterkursen mit renommierten Künstlern wie Sandrine Piau, Leonardo Garcia Alarcon, Margreet Honig, Ira Siff und kürzlich Alan Hamilton teilgenommen. Im Liedgenre wird sie von Künstlern, wie Ulrich Eisenlohr, Chloé Laufen, Thibaut Lenaerts, Roger Braun und Frans van Ruth beraten. Sie sang bei der Schaffung der Melodien für Gesang und Cello „Le printemps le dit“ von Michel Fourgon, die ihr und Jean Pol Zanutel gewidmet sind. 2019 gab sie einen Liederabend mit Melodien von Honegger, welcher von den Kritikern der Liedwelt Rheinland hoch gelobt wurde. In diesem Jahr wird sie gemeinsam mit ihrer Liedpianistin Franziska Staubach an Meisterkursen mit Helmut Deutsch und Juliane Banse teilnehmen. Im Dezember ist das Liedduo Staubach-Vercauteren zum International Voice-Piano Competition Nadia and Lili Boulanger in Paris eingeladen. Die Welt der Oper betrat Julie mit der Barockoper. Sie begann mit der Rolle der Proserpina in Monteverdis Orfeo im Transparant Theater. Seit 2017 singt sie regelmäßig in verschiedenen Produktionen des Opernhauses Aachen wie L’Incoronazione di Poppea (Monteverdi), Das schlaue Füchslein (Janacek), Dido and Aeneas (Purcell), Der Zauberer von Oz (Schreier). Mit dem Belgischen Nationalorchester war sie unter der Leitung von Otto Tausk in der Rolle des Kindes in L’enfant et les sortilèges (Ravel) im Bozar zu hören, wo ihre Darbietung von der Zeitschrift Crescendo gelobt wurde. In der vergangenen Saison sang sie G.F. Händels Admeto am Théâtre National de la Criée in Marseille mit Concerto Soave und das schmachtende Nymphen-Duett in Lullys Isis am Theater an der Wien unter der Leitung von Christophe Rousset.Im vergangenen Sommer war Julie Annio in La clemenza di Tito beim Brüsseler Mozartiades Festival und sang beim Festival Baroque de Marseille mit Concerto Soave in Caldaras Contesa de‘ Numi (Apollo). In der kommenden Spielzeit wird sie die Titelrolle in P. Glass‘ Die Schöne und das Biest in Aachen spielen, ihr Debüt an der Opéra Royal de Wallonie (Lüttich) in Pauline Viardots „Der letzte Zauberer“ geben, bevor sie bei den Händel-
Festspielen in Halle als Volusio in dieser Inszenierung von Caio Fabriccio auftritt.


Derzeit absolviert Franziska Staubach ihren Masterstudiengang „Piano solo“ an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln bei Prof. Gesa Lücker und Prof. Fabio Bidini. Ihre kroatische Herkunft väterlicherseits, führte sie im letzten Jahr
an die Musikhochschule in Zagreb, wo sie für einige Zeit mit dem Pianisten Danijel Detoni zusammen arbeitete. In dieser Zeit erhielte sie u.a. einen tieferen Einblick in die slawische Musik, die sie in Zukunft immer mehr in den Mittelpunkt ihrer pianistischen Arbeit bringen möchte. Neben dem solistischen Spiel legt Franziska einen Schwerpunkt in den Bereich der Kammermusik. Bereits im frühen Kindesalter entdeckt Franziska ihre Liebe und Faszination zu
vielen Instrumenten und den damit verbundenen Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten und nahm neben dem Klavierunterricht, sowohl Geigenunterricht bei Michael Wieck und Orgelunterricht bei Christian Schmid. Das Streben nach dem idealen Umsetzen der inneren Klangvorstellung und dem zum Ausdruck bringen der sowohl eigenen Aussagekraft, als auch die des Komponisten, ist eine Herausforderung, der sich Franziska immer wieder mit großer Begeisterung und Hingabe gemeinsam mit ihren Kammermusikpartnern stellt. Derzeit beschäftigt sie sich intensiv mit dem Kunstlied und dem Klavierduo-Spiel. In dieser Besetzung ist sie als Stipendiatin bei Yehudi Menuhin Live Music Now Köln e.V. aufgenommen und gibt Gesprächskonzerte in den unterschiedlichsten Sozialeinrichtungen. Außerdem gab sie u.a. ein Solound Duorecital im Studio Dumont in Köln, spielte beim Bonner Beethovenfest und gab einige Liederabende mit den Mezzosopranistinnen Esther Valentin und Elena Rose.
„Die besonders anspruchsvolle Aufgabe der Liedbegleitung ist dieser Pianistin wie auf den Leib geschnitten.“
„Sie schien an den Lippen der Sängerin zu hängen und ist in ihrer Gestaltung dennoch eigenständig geblieben.“ (Lokalzeitung-Rotary Club Holzminden)
Während ihres Studiums gewann Franziska den Sonderpreis des Staccato- Verlags (Piano News) beim „Anton Rubinstein international bachelor piano award“ in Düsseldorf. Zudem nahm Franziska bei internationalen Meisterkursen teil, wie dem Meisterkurs in Montepulciano und war Stipendiatin der Sommerakademie in Salzburg und des Oberstdorfer Musiksommers. Wichtige Impulse für ihre musikalische Arbeit in dieser Zeit bekommt sie von Fabio Bidini, Konrad Elser, Markus Bellheim, Eduard Zilberkant, Joseph Paratore und Pierre- Laurent Aimard. Auch als Klavierpädagogin etabliert sich Franziska bereits in vielen Kreisen. So hat sie an verschiedenen Musikschulen ihre eigenen Klavierklassen und ist schon während ihres Masterstudiums Assistentin in der Klasse von Prof. Josef Anton Scherrer und Prof. Gesa Lücker.Im Mai 2018 wurde sie mit Prof. Lücker und Gabriele Leporatti nach Taiyuen (China) eingeladen und war Assistentin des Meisterkurses.