Musik im Gottesdienst am 11. Juli

Als Vorspiel spielt Daniel Plöhn am Sonntag die Etüde Nr. 11 von Philip Glass.

Philip Glass wurde 1937 in Baltimore geboren und gilt als einer der wichtigsten Pioniere der Minimal Music. Er kam schon früh mit indischer Musik in Kontakt und verinnerlichte das dort wirkende Rhythmus- und Zeitverständnis: Kleinste sich wiederholende Bausteine verschieben sich permanent gegeneinander und ergeben so einen faszinierenden, sich in stetiger Veränderung befindenden, Gesamtklang. Philip Glass, der selbst Klavier studiert hat, war mit seiner Musik keineswegs immer finanziell abgesichert, sondern musste sich lange Jahre seinen Lebensunterhalt als Möbelpacker, Taxifahrer und Kellner verdienen. Weltweiten Erfolg erlangte er vor allem durch seine Opern Einstein on the Beach, die Mahatma-Gandhi-Oper Satyagraha und seine Filmmusik zu dem Film Koyaanisqatsi (1982). Seine insgesamt 20 Etüden für Klavier sind in einem Zeitraum von über 20 Jahren entstanden und waren ursprünglich als Übungen für sich selbst gedacht, spiegeln aber gleichzeitig ein riesiges Spektrum seiner musikalischen Sprache wieder. Am Sonntag erklingt die Etüde Nr. 11 in einer Fassung für Orgel.

Als Orgelnachspiel erklingt der 2. Satz Andante tranquillo aus der Orgelsonate Nr. 3 A-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy.