Musik im Gottesdienst am 20. Juni

Als Orgelvorspiel spielte Daniel Plöhn die Toccata d-moll (genannt die „Dorische Toccata“) BWV 538 von Johann Sebastian Bach.

Die „Dorische“ wird sie nach einer alten Kirchentonart genannt (entspricht den weißen Tasten auf dem Klavier von d bis d), da Bach in diesem Werk keine Gesamt-Vorzeichen vorschreibt. Diese im konzertierenden Stil komponierte Toccata erhält ihren Charakter einerseits durch das kontinuierlich durch alle Stimmen (einschließlich der Fußpedale) durchlaufende Sechzehntel-Motiv und andererseits durch den von Bach selbst vorgeschriebenen Wechsel der Orgel-Manuale (Bach schreibt selbst „Oberwerk“ und „Positiv“ vor), was sowohl für ihn als auch für seine Zeit sehr ungewöhnlich ist. Es wirkt fast wie ein Wechsel von großem Orchester und Solisten in entsprechenden Orchesterwerken.