Niemals Vergessen!

Anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar vor

75 Jahren gab es im ganzen Land Gedenkveranstaltungen. Antisemitismus, Hass- und Hetzreden nehmen überhand – vor allem in den digitalen Medien. Um so mehr muss dieser Zeit gedacht werden. Auch wir als evangelische Kirchengemeinde wollten dem Vergessen entgegenwirken.

Zu Gast waren am 31. Januar 3 Vorstandsmitglieder des Vereins zur Förderung der Erinnerungskultur Viersen 1933 – 1945 im Rahmen des Programms Kirche kreuz und quer. Kirche und Kultur.

Vl. nr.: Ullrich Schäfer, Moderator ev. Kirchengemeinde; Manfred Budel, Beirat; Julietta Breuer, 2. Vors.; Mirko Danek, 1. Vors.

Alle drei machten uns deutlich: Auch nach mehr als 75 Jahren Nazi-Herrschaft in ihrer schlimmsten Form dürfen wir die Viersener Opfer (jüdische Mitbürger, Kommunisten, Christen, Aufrechte) nicht vergessen. Wir müssen die Vertriebenen, die Gequälten, die Ermordeten in unserer Erinnerung wachhalten. Das Verlegen von sog. Stolpersteinen vor dem letzten Wohnort und das Eingravieren der Namen darauf ist eine bedeutende Möglichkeit der Rückbesinnung. „Ein Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ (Talmud)

Der Verein zur Förderung der Erinnerungskultur Viersen e.V. 1933-1945 hat dieses wichtige Anliegen übernommen. Voller Respekt vor der Arbeit des Vereins traten wir später den Heimweg an!

Übrigens: Im April werden weitere Stolpersteine in Viersen verlegt. Der Verein freut sich über Spenden. Ein Stolperstein kostet ca. 120 Euro.

Der Künstler Gunter Demnig hat inzwischen mehr als 70.000 Stolpersteine in ganz Europa verlegen lassen.

Foto und Text: Karin Klaue